Haus CJM
Transformation eines Terrassenhauses aus 1979

Die Aufgabe erscheint auf den ersten Blick überschaubar:
Sanierung und punktuelle Umbaumaßnahmen eines Terrassenhauses aus dem Jahr 1979 mit sehr guter baulicher Substanz.
Elemente wie Böden und Fenster waren bereits hochwertig erneuert, sodass der Eingriff zunächst gering erscheint. Tatsächlich zeigte sich im weiteren Verlauf jedoch eine hohe Komplexität im sensiblen Zusammenspiel von zu erhaltendem Bestand, neuen Eingriffen und präziser Ausführung.
Ein zentraler Eingriff betraf das bestehende Treppengeländer. Dieses sollte kindgerecht ertüchtigt und zugleich gestalterisch konsequent weiterentwickelt werden.
Die teils vorhandene, teils ergänzte Metallstruktur wurde durch eine Holzverkleidung aus offenen Lamellen und geschlossenen Plattenelementen erweitert.
So konnte Sicherheit geschaffen werden, ohne den offenen Charakter der Treppe zu verlieren.


SUBSTANZ. TRANSFORMATION. ATMOSPHÄRE.

Im Zuge der Sanierung wurden die Bäder vollständig erneuert sowie die Küche neu geplant und umgesetzt.
Die Eingriffe erforderten dabei maximale Präzision bei minimaler Beeinträchtigung des Bestands:
Alle Leitungsführungen mussten erneuert werden, ohne die vorhandenen Bodenaufbauten zu beschädigen.
Auch die Elektroinstallation der Küche wurde vollständig neu angelegt.









Eine zusätzliche Herausforderung ergab sich aus der besonderen Lage des Hauses: der Zugang erfolgt ausschließlich über 79 Außentreppenstufen. Sämtliche Materialien und Bauteile mussten daher manuell transportiert werden, darunter Steine, Plattenmaterialien, Stahlgeländer, 130 kg schwere Blockstufen für die Terrasse, eine Badewanne sowie eine großformatige Küchenarbeitsplatte in einem Stück.
Der hohe Aufwand in Planung, Koordination und Ausführung hat sich ausgezahlt. Es entstand ein sensibel gesetzter Eingriff, der Funktion, Atmosphäre und den Charakter des Hauses in ein ausgewogenes Verhältnis bringt.
