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Jacqueline Preßmann Architektur

Haus CJM

Transformation eines Terrassenhauses aus 1979

Treppe: Blick von oben durch das Treppenauge, weiß lackierte Treppe mit filigranem Stahlgeländer und vertikalen Lamellen aus Eichenholz

Die Aufgabe erscheint auf den ersten Blick überschaubar:
Sanierung und punktuelle Umbaumaßnahmen eines Terrassenhauses aus dem Jahr 1979 mit sehr guter baulicher Substanz.

Elemente wie Böden und Fenster waren bereits hochwertig erneuert, sodass der Eingriff zunächst gering erscheint. Tatsächlich zeigte sich im weiteren Verlauf jedoch eine hohe Komplexität im sensiblen Zusammenspiel von zu erhaltendem Bestand, neuen Eingriffen und präziser Ausführung.

Ein zentraler Eingriff betraf das bestehende Treppengeländer. Dieses sollte kindgerecht ertüchtigt und zugleich gestalterisch konsequent weiterentwickelt werden.

Die teils vorhandene, teils ergänzte Metallstruktur wurde durch eine Holzverkleidung aus offenen Lamellen und geschlossenen Plattenelementen erweitert. 

So konnte Sicherheit geschaffen werden, ohne den offenen Charakter der Treppe zu verlieren.

Treppe: Blick vom Obergeschoss auf die Brüstung der Treppe mit weißem Stahlgeländer und vertikalen Eichenholzlamellen. Natürliches Tageslicht durch das Fenster erzeugt ein Schattenspiel auf dem Holzboden
Treppe: Blick schräg über die Treppenbrüstung mit weißem Stahlgeländer und vertikalen Lamellen aus Eichenholz. Die offene Konstruktion macht die räumliche Tiefe des Treppenhauses sichtbar, während Tageslicht Schatten auf den Holzboden zeichnet

SUBSTANZ. TRANSFORMATION. ATMOSPHÄRE.

Treppe: Blick auf den offenen Treppenlauf mit weißem Stahlgeländer und vertikalen Eichenholzlamellen. Weiße Holzstufen mit Eichenholz-Setzstufen und natürliches Tageslicht betonen die klare Material- und Formensprache

Im Zuge der Sanierung wurden die Bäder vollständig erneuert sowie die Küche neu geplant und umgesetzt.

Die Eingriffe erforderten dabei maximale Präzision bei minimaler Beeinträchtigung des Bestands:
Alle Leitungsführungen mussten erneuert werden, ohne die vorhandenen Bodenaufbauten zu beschädigen.

Auch die Elektroinstallation der Küche wurde vollständig neu angelegt.

Bad 1: Badezimmer mit großzügiger offener Dusche, großformatigem Feinsteinzeug an Boden und Wänden, Holzwaschtisch mit Aufsatzwaschbecken sowie stimmungsvollen Lichtreflexen durch ein Oberlicht
Bad 2: Detail der Dusche mit großzügiger Wandnische aus großformatigem Feinsteinzeug, Edelstahlarmaturen und einem Naturschwamm in der Nische, Tageslicht durch das Oberlicht betont die Materialität der Oberfläche
Bd 2: Badezimmer mit Emaille Badewanne, großformatigem Feinsteinzeug an Boden und Wänden, Holzwaschtisch mit rechteckigem Aufsatzwaschbecken und Edelstahlarmaturen, natürliches Licht durch Fenster
Bad 2: Detail der Badewanne aus Emaille mit Holzablage aus Tiroler Altholz, großformatigem grauem Feinsteinzeug und Edelstahlarmaturen
Gesamtansicht der Küche mit langer Küchenzeile und Kochinsel. Schwarze Küchenfronten und großformatige Arbeitsplatten aus grauem Feinsteinzeug mit strukturierter Oberfläche, natürliches Licht durch das bodentiefe Fenster mit Blick zur Terrasse
Detailaufnahme der Küchenzeile mit Edelstahlspüle und Armatur. Großformatiges graues Feinsteinzeug bildet Arbeitsplatte, Rückwand und Ablageboard aus einem durchgängigen Materialkonzept
Detailaufnahme mit Kamin aus Sichtmauerwerk, reduziertem Sideboard aus schwarzem Aluminium und Glas sowie schwarzem Rocking chair mit Holzkufen. Die Kombination aus Holz, Metall und mineralischen Oberflächen prägt die Materialwirkung des Raumes
Detailaufnahme des drei Meter langen Green-Marble-Boards im Eingangsbereich. Großformatige Platte aus einem Stück, darauf zylindrische Betonvase, natürliches Licht erzeugt Schattenwurf an der Wand und Spiegelung auf der polierten Oberfläche
Detail der Terrassenmauer mit neuen Betonsteinen neben bestehender Sichtbetonwand. Im Vordergrund ein angeschnittener Holzstuhl, darüber üppig wachsender Salbei im warmen Abendlicht

Eine zusätzliche Herausforderung ergab sich aus der besonderen Lage des Hauses: der Zugang erfolgt ausschließlich über 79 Außentreppenstufen. Sämtliche Materialien und Bauteile mussten daher manuell transportiert werden, darunter Steine, Plattenmaterialien, Stahlgeländer, 130 kg schwere Blockstufen für die Terrasse, eine Badewanne sowie eine großformatige Küchenarbeitsplatte in einem Stück.

Der hohe Aufwand in Planung, Koordination und Ausführung hat sich ausgezahlt. Es entstand ein sensibel gesetzter Eingriff, der Funktion, Atmosphäre und den Charakter des Hauses in ein ausgewogenes Verhältnis bringt.